Magdeburg/Berlin

Sachsen-Anhalt bekommt nach Informationen der Volksstimme ein Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum. Die Einrichtung soll kleine und mittlere Unternehmen im Bundesland in Fragen des digitalen Wandels beraten und unterstützen. Das Zentrum werde aller Voraussicht nach zum 1. August seinen Betrieb aufnehmen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag auf Anfrage der Volksstimme mit. „Die Bewilligung ist weitgehend abgeschlossen“, sagte ein Sprecher. Sachsen-Anhalt hatte für das Projekt eine Förderung von 3,5 Millionen Euro über drei Jahre beantragt.

Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) äußerte sich trotz der positiven Signale aus Berlin noch verhalten: „Die Entscheidung des Bundes für die Förderung eines Kompetenzzentrums ‚Mittelstand 4.0‘ in Sachsen-Anhalt wäre ein großer Erfolg für die Antragsteller“, sagte der Minister. Die Einrichtung würde der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt insgesamt einen weiteren Schub in Richtung Digitalisierung verleihen. So könnten sich gerade kleine und mittlere Unternehmen noch besser dieser Herausforderung stellen, erklärte Willingmann. Das Kompetenzzentrum soll in der Experimentellen Fabrik in Magdeburg angesiedelt werden, aber landesweit wirken. Designierter Leiter der Einrichtung ist Thomas Leich, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Harz.

Deutschlandweite Projekte

Bundesweit sind seit Ende 2015 zehn Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren aufgebaut worden. Noch in diesem Jahr sollen neben Magdeburg insgesamt 13 weitere Einrichtungen dieser Art in ganz Deutschland entstehen. Das Bundeswirtschaftsministerium will mit ihnen in kleinen Unternehmen die digitale Transformation voranbringen.